Vom Chêneau Korsett zum RSC® Brace (Rigo® System Cheneau®)

Ein Skoliosekorsett, das dreidimensional funktioniert.

Die Korsettversorgung von Skoliosepatienten ist eine verantwortungsvolle Aufgabe für einen spezialisierten Orthopäden und Orthopädietechniker. Ein Korsett kann, wenn es gut angepasst wird, verhindern, dass sich der Rumpf weiter verformt. Wächst der Jugendliche noch, können deutliche strukturelle und kosmetische Verbesserungen erzielt werden.

Solche Verbesserungen sind allerdings nur dann zu erzielen, wenn der dreidimensionalen Rumpfverformung bei einer Skoliose in optimaler Weise Rechnung getragen wird.

Worauf kommt es beim Skoliosekorsett an?

Es gibt verschiedene Behandlungskonzepte mit Rumpforthesen, die meisten bieten nur geringen bis mäßigen Behandlungserfolg. Behandlungsteams, die in der Korsettversorgung gute Korrektureffekte und nachhaltige Ergebnisse erzielen, sind selten.

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Der dreidimensionale – mirror effect – des original RSC® Brace wird benötigt um eine Skoliose biomechanisch korrekt zu korrigieren.

Behandlungsteams mit überdurchschnittlichem Erfolg versuchten bislang mit ihren Korsetten einen optimalen Korrektureffekt im Röntgenbild zu erzielen und gleichzeitig ihre Patienten so zu schulen, sodass diese das Korsett während der Hauptwachstumsphase ganztags tragen können.

Was auf dem Röntgenschirm ganz gut aussah, brachte jedoch nicht immer die gewünschten Resultate.

Zwar war im Röntgenbild die Krümmung nach Behandlungsabschluss deutlich korrigiert, doch trotzdem war beim Patienten oft noch ein Rippenbuckel zu erkennen.

Bei manchen Korsetten zeigte sich sogar ein kosmetisch störender und stocksteifer Flachrücken.

Das Röntgenbild bildet die Skoliose eben nur in einer Ebene ab - während sie doch eigentlich dreidimensional ist.

Weil das Röntgenbild bei der Bewertung unterschiedlicher Behandlungsstrategien bislang derart im Vordergrund steht, hat die konservative (nichtoperative) Skoliosebehandlung regelmäßig zur Bildung eines Flachrückens beigetragen.

Nicht nur das sogenannte Bostonkorsett führt regelmäßig zu einer Flachrückenbildung. Auch deutsche Behandlungskonzepte, die aus der Chêneau-Korsettversorgung abgeleitet worden sind, verursachen diese funktionelle Störung. Und das, obwohl die Krümmung im Röntgenbild korrigiert erscheint.

Dr. Rigo und das RSC® Brace von Ortholutions

Da es nicht Ziel der Korsettversorgung sein kann, das Röntgenbild aufzurichten und den Patienten mit einem eingesteiften Flachrücken nach Hause zu entlassen, hat Dr. Manuel Rigo aus Barcelona überlegt, was man machen könnte. Er nahm das Chêneau-Korsett, das der Franzose Dr. Jacques Chêneau 1978 erfunden hat, und verbesserte es.

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Das RSC® Brace zur Skoliosetherapie nach Rigo Cheneau wird mit der patentierten CAD CAM Methode von Ortholutions für internationale Skoliosezentren hergestellt

Er entwickelte das biomechanische Design der Orthesen basierend auf physiotherapeutischen Grundlagen der Schroth Therapie weiter.

Rigo hat im Unterschied zu Chêneau, der anatomische Grundlagen zu Korrektur herbeiführte, biomechanischen Grundlagen aus der bewährten Therapie nach Katharina Schroth in die Korsettform einließen lassen.

Zur selben Zeit entwickelte Ortholutions ein patentiertes CAD CAM Verfahren. Es ermöglicht die Reproduktion von standardisierten Skoliose-Typ-Korsettformen die für Skoliosepatienten individualisiert werden können.

Die handmodellierten Korsett-Modelle von Rigo werden bis heute permanent in das System zur Reproduktion für Skoliosepatienten weltweit eingefügt.

Heraus kam das RSC® Brace - Rigo® System Chêneau® – eine Weiterentwicklung der Original Chêneau-Korsettversorgung.

Es zeichnet sich dadurch aus, dass es unterschiedliche Krümmungsmuster berücksichtigt. Dadurch können Korsette hergestellt werden, die gezielt auf die individuellen Skoliose-Krümmungsmuster und den Körperbau (Morphologie) der Patienten angepasst sind.