Seminar Sensorische Integration (SI)

Ziel der Veranstaltung:

Vermittlung von Basisinformationen über den Wahrnehmungsprozess und dem Wissen über die Sensorische Integration als zentrale Grundlage, in Anlehnung gezielter Beobachtungen über Stärken, Schwächen und Fördermöglichkeiten.

Placeholder
Sensorische Integration SI
Seminar im Skoliose-Zentrum Rosenheim bei Ortholutions 2017


Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte im Elementar- und Primarbereich + Orthopädietechniker die im Bereich Kinderorthopädie tätig sind.

Dozenten:
Manuela Freitag und Nicole Hendriks-Schramme

Organisation:
Jenny Schmid CPO (Ortholutions), Sonja Meisl & Tamara Schuhwerk Administration (Ortholutions)

Veranstaltungsort:
Skoliose Zentrum Ortholutions, Rosenheim

Termine 2017:
Samstag, 23. September 2017, 8:00 Uhr - ca. 16:00 Uhr
Sonntag, 24. September 2017, 8:00 Uhr - ca. 13:00 Uhr

Termine 2018:
Samstag, 22. September 2018, 8:00 Uhr - ca. 16:00 Uhr
Sonntag, 23. September 2018, 8:00 Uhr - ca. 13:00 Uhr

Inhalt der Fortbildung:

Durch die sensorische Integration werden verschiedene Wahrnehmungsbereiche miteinander in Verbindung gebracht. Die sensorische Integration spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung eines Kindes. Von Anfang an, nutzt das Kind seine Erfahrungen, um Neues zu erlernen. Es entstehen neue Verknüpfungen im Nervengeflecht des Gehirns und das Gehirn vergrößert seinen Erfahrungsspeicher.

Sensorische Integrationsstörungen entstehen, wenn das Fundament der Entwicklung nicht stabil genug und nicht gut für die Belastungen des Alltags vorbereitet ist. Kinder mit Wahrnehmungsstörungen zeigen häufig bereits sehr früh Auffälligkeiten, die sich im Laufe ihrer Entwicklung verändern, jedoch nicht verschwinden. Die Folgen mangelnder Koordinationsleistungen, fehlender Handlungsplanungen unangepasster Handlungsabläufe, verminderter Reizselektion und retardierter Wahrnehmungskompetenzen kann man dabei häufig sehen. Das Seminar bietet das notwendige Basiswissen um Integrationsstörungen besser zu erkennen um eine Handlungskompetenz zu erwerben.

In diesem Seminar werden die Unterschiede zwischen Wahrnehmung und Sensorischer Integration verdeutlicht. Wie funktioniert die kindliche Wahrnehmung und warum ist sie für die weitere Entwicklung so wichtig. Durch Selbsterfahrungen und Fallbeispiele werden diese Inhalte veranschaulicht.

Welche Rezeptoren werden durch das Tastempfinden, den Körpereigensinn und das Gleichgewichtsempfinden beansprucht? Wie entwickeln sich diese Systeme? Wofür benötigen wir sie? Wie erkennt man Defizite in diesen Bereichen und wie werden entsprechende Kinder gefördert? Durch Video-Fallbeispiele und einen Einblick in die individuelle Förderung werden diese Inhalte vermittelt.

Was bedeutet Tonusregulation und wie steht sie im Zusammenhang mit dem „Lernen fürs Leben“. Warum sind die Konzentrationsfähigkeit, die Koordination, die Ausdauer, und die Schulfähigkeit eingeschränkt wenn die Körperhaltung eines Kindes nicht ausreichend entwickelt ist.

Inhalte im Überblick

  • Theoretischer Hintergrund des Wahrnehmungsprozesses
  • Entwicklung und Bedeutung der Basissinne, taktil, propriozeptiv und vestibulär.
  • Sensorische Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern sicher erkennen lernen.
  • Viele praktische Fördermöglichkeiten erproben, die sich in den Kindergarten- und Schulalltag integrieren lassen.
  • Strukturen zur Integration auffälliger Kinder in Regelgruppen erlangen.
  • Möglichkeiten der Gruppen- Teilgruppen- und Einzelförderung erfahren.
  • Der Schwerpunkt der Elternarbeit im Zusammenhang mit Entwicklungsauffälligkeiten im Bereich der sensorischen Integration.

Trainingsmethoden

  • Praktische Arbeit und gezielte Förderungen mit gängigen Alltagsmaterialien.
  • Selbsterfahrungen: Das Erleben „mit Haut und Haaren“, wie sich Kinder in ihrem Körper fühlen, der nicht oder nur gering differenziert wahrgenommen und bewegt wird.
  • Spezifische Anteile werden in Kleingruppenarbeiten, Fallbesprechungen und Diskussionsrunden erarbeitet.
  • Analysen und Fördermaßnahmen werden durch den Einsatz von DVD Filmen verdeutlicht.
  • Theoretische Anteile werden durch die Präsentationen mit Hilfe von Power Point Medien vermittelt.

Mindestteilnehmerzahl 16 Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl ist auf 26 Teilnehmer begrenzt.

Referenten:

Manuela Freitag (staatl. anerkannte Erzieherin)

Nicole Hendriks-Schramme (staatl. anerkannte Erzieherin)

Teilnahmegebühr: 220 € Netto je Person

Manuela Freitag

geb. am 20.04.1969; staatl. gepr. Kinderpflegerin seit 1987; staatl. anerkannte Erzieherin seit 2002; verheiratet, Mutter von 2 Kindern (Feb.1993 + Sep.1999)

Placeholder
Manuela Freitag

Bisherige Tätigkeitsfelder:

Einsatz als Kinderpflegerin, Erzieherin und Gruppenleitung in unterschiedlichen Gruppenstrukturen

Ab 2001 - Referententätigkeit mit verschiedenen Themenschwerpunkten

Ab 2003 - Autorentätigkeit beim Bildungsverlag EINS

Ab 2006 Tätigkeitsschwerpunkt in einer Grundschule zur Diagnostik und individuellen Förderung der jeweiligen Erstklässler und Teamkoordinatorin der OGS

Ab 2008 - Gründung eines Fortbildungsinstitutes

Ab Januar 2010 übernehmen wir die Leitung eines Arbeitskreises zur Erstellung des Gelsenkirchener Entwicklungsbogens für Kinder unter 3 Jahren

Ab September 2010 - Leitung einer 5- gruppigen additiven Einrichtung der GeKita

Ab November 2011 - Fachberatung in der Kindertagespflege

Nicole Hendriks-Schramme

geb. am 09.09.1973; staatl. anerkannte Erzieherin seit 1995; verheiratet, Mutter von 3 Kindern (Okt. 2000 + Okt.2007)

Placeholder
Nicole Hendriks-Schramme

Bisherige Tätigkeitsfelder:

Ab 1995 - Einsatz als Erzieherin und Gruppenleitung in unterschiedlichen Gruppenstrukturen

Ab 2001 - Referententätigkeit mit verschiedenen Themenschwerpunkten

Ab 2003 - Autorentätigkeit beim Bildungsverlag EINS

Ab 2005 - Zusätzliche Funktion der stellvertretenden Leitung einer Kindertagesstätte

Ab 2008 - Gründung eines Fortbildungsinstitutes und Tätigkeitsschwerpunkt in einer Grundschule zur Diagnostik und individuellen Förderung der jeweiligen Erstklässler

Ab Jan. 2010 - übernehmen wir die Leitung eines Arbeitskreises zur Erstellung des Gelsenkirchener Entwicklungsbogens für Kinder unter 3 Jahren

Ab Sept. 2010 - Einsatzbereich in den additiven Einrichtungen der GeKita

Ab Aug. 2011 - Mobiler Heilpädagogischer Dienst für die Tageseinrichtungen der GeKita mit dem Schwerpunkt der Situationsanalyse, Förderentwicklung, Diagnostik und Begleitung der Erzieher/innen im Entwicklungsprozess des Kindes.

Ab Apr. 2012 - Leitung einer 5 gruppigen integrativen Tagesstätte und Familienzentrum